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    Perspektivwechsel in Burgmauern: Was bedeutet mir Demokratie?

    Gruppenbild vor Burg
    Das Wetter hat es gut mit der 9M gemeint.

    Anfang Juli durfte die Klasse 9M der Sonnenlugerschule GMS Mengen begleitet von Frau Strobel und Herr Hegele nach Bad Liebenzell im Schwarzwald fahren. Dort nahmen sie im Rahmen des Bundesprogramms „Aufholen nach Corona“ an den Demokratietagen teil, welche durch das Land und den Bund gänzlich finanziert wurden. Die Kulisse dafür war die malerische Burg über Bad Liebenzell, die durch das Internationale Forum Burg Liebenzell e.V. betrieben wird.

    Nach einem Rundgang durch die Burg mit ihrem Turm, den Gäste- und Seminarzimmern, dem Ritterkeller und jüngst renovierten Speisesaal ging es mit dem eigentlichen Programm los. Am ersten Tag standen das „ICH in der Gruppe“ sowie das „WIR in der Gruppe“ im Mittelpunkt. Statt theoretischen Überlegungen erfolgte das Programm spielerisch. Wie verhalte ich mich, wenn ein gemeinsames Ziel zu erreichen ist? Wie kann ich dazu beitragen, mit der Gruppe voranzukommen? Welche Ziele steckt sich die Gruppe und erreicht sie diese auch? Jedes Spiel bot Anlass, sich mit der eigenen Rolle innerhalb der Gruppe auseinanderzusetzen und wurde mit den Teamleitern reflektiert. Diese verstanden es auf Anhieb zu sehen, wo die Klasse ihre Potentiale hat und wo sie noch an sich arbeiten muss. Eine Herausforderung, bei denen alle sichtlich Vergnügen hatten, war ein taktisches Spiel, bei dem die Gruppe mit Stofffetzen einen vorgestellten Giftfluss überqueren musste.

    Europapuzzle in Groß
    Hier wird ein überdimensionalen Europa-Puzzle zusammengesetzt.

    Welche Werte sind mir wichtig und welche uns als Gesellschaft? Dieser Frage ging die Klasse am zweiten Tag nach. In Gruppen erarbeiteten sie Gesellschaftsordnungen anhand von Werten, nach denen sie leben wollten. Es verwundert im Blick auf aktuelle Geschehen nicht: Frieden, Sicherheit und Vertrauen standen bei allen Gruppen sehr weit oben. Auch an Tag zwei gab es immer wieder taktische Spiele oder kurze „Wups“ zwischendurch – „warm-up-Spiele“ um wach und konzentriert zu bleiben. So kam der Spaß nicht zu kurz. Das frei gestaltbare Abendprogramm am zweiten Abend hielt u.a. einen Spaziergang durch idyllische Hanggärten in die Stadt bereit. Jedoch blieb auch Gelegenheit, um sich innerhalb der Klasse auszutauschen und gemeinsame Zeit auf der Burg zu verbringen.

    Am Tag der Abreise lernten die Schülerinnen und Schüler die Organe der europäischen Union genauer kennen. Dieses Vertiefungsmodul hatte es in sich, doch die Mädchen und Jungen leisteten die erforderliche Arbeit, um die Organe präsentieren zu können. Abgerundet wurde das Programm am Nachmittag mit einer Reflektion. Wo steht die Gruppe? Wie sehr nehmen wir unsere demokratischen Möglichkeiten im Alltag und an der Schule wahr? Was wollen wir uns vornehmen und mitnehmen aus dieser Zeit? Neben Antworten zu diesen Fragen wurde auch klar: Drei Tage gemeinsam als Klasse zu verbringen, hat allen Freude bereitet und geholfen, sich von einer anderen Seite kennenzulernen. Etwas, das in der langen Corona-Zeit sicherlich auf der Strecke geblieben war.

    Abschied aus Bad Liebenzell
    Ein letztes Bild mit einem Teil der Klasse auf der „Sonnenterasse“ mit Blick weit über Bad Liebenzell.

    Fotos und Text: Sonnenlugerschule GMS, Mengen