
Zu ihrem ersten Schulbesuch als neu gewählte Abgeordnete des Landtags von Baden-Württemberg kam Ilona Boos anlässlich des EU-Projekttages an die Sonnenlugerschule Gemeinschaftsschule Mengen. Den EU-Projekttag an Schulen gibt es seit 2007. Er ging aus der damaligen deutschen EU-Ratspräsidentschaft hervor und wurde zu einem Erfolgsprojekt. Seitdem besuchen Politikerinnen und Politiker an diesem Datum bundesweit Schulen.
Die Schüler der Klassen 9 und 10 hatten, zusammen mit Ihren Lehrkräften Herr Arnold und Herr Hillenbrand, viele Fragen vorbereitet. Neben ihrer eigenen Vita und Motivation, Politik mitzugestalten, berichtete Frau Boos von ersten politischen Grundsteinen, die bereits in der Familie gelegt wurden und die auch ihre Berufswahl beeinflusst hatten. „Es ist wichtig sich irgendwo zu engagieren und sich einzubringen um etwas zu verändern“ motivierte die Abgeordnete die interessierten Schülerinnen und Schüler. Beeindruckt zeigten sich die Schüler vom Verlauf der Wahlkampfzeit und den Abläufen in Koalitionsverhandlungen, an denen die Abgeordnete derzeit teilnimmt. Ilona Boos konnte von intensiven Verhandlungen berichten und davon, wie durch konstruktive Gespräche miteinander, Kompromissfindungen gelungen sind. Besonders interessiert zeigten sich die Schüler an den Themen ÖPNV, Bildung, Digitalisierung, Videoüberwachung und Wirtschaft. Die wirtschaftliche Lage und ihre Auswirkungen auf unsere Region besorge sie zutiefst. Ein Blick auf die Arbeitslosenzahlen und die Lohn- und Energiekosten verdeutlichten die Dramatik der Lage, so Boos. In dem Zuge warb Ilona Boos für Technologieoffenheit und die Innovationsstärke des Landes, um die Krise bewältigen zu können.
Zum Themenbereich Europa hatte die Abgeordnete ein Mentimeter vorbereitet, bei dem die Schüler mithilfe ihres Handys an einem Europaquiz teilnahmen und ihr Wissen darüber unter Beweis stellten. Es war ein hervorragender Auftakt für die kommenden Stunden, in denen sich die Klassen näher mit der EU auseinandersetzen.
Abschließend konnten die Jugendlichen noch ihre Ideen formulieren, wie sie politisch besser eingebunden und beteiligt werden könnten. Durch den direkten Kontakt und den intensiven Austausch erlebten die Schüler die Abgeordnete des Wahlkreises als wirkliche Ansprechpartnerin bei Fragen und Anliegen. Weitere Fragen, die die Schüler vorbereitet hatten, richten sie per Mail an Frau Boos. Dies und ein eventuelles weiteres Treffen, dann im Stuttgarter Landtag, vereinbarten die Abschlussklassen mit der Politikerin, bevor diese in Richtung ihrer neuen Wirkungsstätte in der Landeshauptstadt aufbrach.











